da bin ich wieder. mein wallendes haar (hochstilisiert wie jede andere wissenschaft) umkreist meine gesichtsmuskeln, verdampft überm rauchenden schädel und sieht sehr (beim lesen instinktiv langziehen - danke) lässig aus. man könnte es fast schon hip nennen (wen es jetzt wundert, dass mir die hookline von diamond hipster boy im kopf herumschwirrt, meldet sich bitte schriftlich).
ich seufze, wann lege ich endlich die leidige marotte des ÜBERklammerverwendens?? ich brauch unbedingt eine ersatzdroge ähh ersatzstilmittel. doch soll der (ehemals geliebte) gedankenstrich als symbolisches methadon herhalten? wird er nun zum lückenbüßer verkommen? habe ich keine alternativen? Ist das Leben als Bloggerin wirklich so brutal?
Ich sage nein, es darf nicht sein, ich werde schon etwas finden und just in diesem moment wird mir klar, dass ich schon (beinahe) fündig geworden bin - der übermäßige konsum des kleinen wörtchens ICH (welch graphisches Paradoxon!?!) ersceint als silberstreif am weiten horizont des problemhimmelsgestirn. aber nur ein pfaster für eine schusswunde, keine wirkliche endlösung. auf alle fälle eine brücke zu meiner persönlichkeit. oh je, der vorangegangene satz klingt erschreckend schwach. wen störts, da ihn nie jemand lesen wird, außer ich verwende ihn in meinen memoiren. ich behalte mir das recht ihn zu missbrauchen erstmal vor. ihr versteht schon.
in zwei tagen ist es nun soweit, ich mache mich (wie bereits erwähnt) nach görlitz auf. von gwood nach gtown - vom regen in die taufe. wie wortgealtig ich doch heute wieder bin!! hab ne woche urlaub genommen, weil am samstag eigentlich das erste (inoffizielle) treffen meines abiturjahrgangs stattfinden sollte. richtig, die indikatoren eigentlich und der konjuntiv sollte verraten es: es findet nicht statt. erst konnte man sich nicht auf n ort einigen (schöne diskussion im studi-vz-forum), später wurde es abgesagt - vor gut zwei wochen - aus krankheit der gastgeberin, in deren bar der spaß stattgefunden hätte, also habe ich einen tag mehr bekannte gesichter zu einem freundschaftlichen rendez-vouz (ich wollte einfach nicht noch mal treffen schreiben, also keine nähere beleuchtung von rende.vouz, bitte) zu treffen. das problem ist jedoch folgendes: niemand wird zeit haben (exklusive meine bettlägrigen großeltern). was bedeutet, dass mir 6 tage bevorstehen, die mein winseln und betteln bestimmen werden, sollte nich doch noch so etwas wie würde oder selbststolz aufkreuzen. die hoffnung stirbt zuletzt.
warum aber schafft man es nicht, bindungen der vergangenheit in die zukunft zu retten? ist die distanz wirklich ein nicht zu überwindenes problem oder liegt es (mein favorit) am fehlenden enthusiasmus der beteiligten personen? wieso muss ich mich immer melden? warum beschränkt sich der aktive part auf meine person? wer legt die kompetenzen in diesem wirren freundschaftsszenario fest? fragen über fragen, auf die ich gern antworten hätte, die ich aber nicht bekommen werde. ich habe mit dieser form der verarbeitung abgeschlossen…musste ich auch - aus reinem selbstschutz.
nachdem ich nun 6 tage an purem nichtstun und mütterlicher überfürsorglichkeit laben werde, gehts auf ins elbflorenz - AUFTAKT DER TRADITION hat es eine freundin genannt. dort treff ich mich bei marcel, einem einst sehr guten freund, um mit ihm und anne das arno sowie (minus??) vicky zum vierertreff, was wir jedes jahr einmal abhalten wollen, um uns nicht aus den augen zu verlieren. netter gedanke, doch fruchtet er auch?? ich werde berichten, ich glaube auf meine (EX)freundschaft mir marcel muss ich eh nochmal in nem extrabeitrag zu schreiben kommen. soviel dazu..
lillilin - die geschichte der musik wird eine zeile weiter weitergeschrieben.
credit where credit’s due -DIE rubrik
1: logisch das thema schreit danach, kein geringerer als mister folk a.k.a mister zimmerman hat the times they are a-changing hervorgebracht (ich liebe diesen titel - SO prägnant). 2: dont fear the reaper (blue oyster cult, SO schwelend). 3: pata pata (disney track (ich glaub aus pocahontas), der mich SO zum schmunzeln bringt). 4: white lines (vom großmeister flash. SO wild style-esque)…. STIMME AUS DEM OFF: “Aus aktuellem Anlass musste diese Form der Unterhaltung unterbrochen werden”
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